#12 "Therapeutisches Storytelling: Wie Geschichten Frauen ermutigen"
24.03.2025 19 min
Zusammenfassung & Show Notes
Mitten im Trubel des Bahnhofs Basel beginnt Elsbeth Horbaty eine gedankliche Reise: Geschichten der Menschen um sie herum regen sie zum Nachdenken an – über Migration, Identität und Zugehörigkeit. In dieser Folge spricht sie mit Heike Wach, Mitbegründerin des Café International in Muttenz und Mitautorin des neuen Buchs „Was ich anderen erzählen möchte. Vom Weggehen und Ankommen“.
Gemeinsam mit der Radiojournalistin Cecil Speitel hat Heike Wach Lebensgeschichten von Migrantinnen in der Schweiz gesammelt – berührende, kraftvolle, manchmal auch schmerzhafte Erzählungen von Flucht, Neuanfang und Heimat.
🎯 Themen dieser Episode
🏙 Beobachtungen im Bahnhof: Geschichten im Alltag
Elsbeths Blick auf das hektische Treiben in Basel erinnert sie daran, wie kraftvoll das Erzählen von Geschichten sein kann – gerade in einer Welt, die immer enger zusammenrückt.
☕ Das Café International in Muttenz
- Seit 2011 ein Ort der Begegnung für Migrantinnen, Geflüchtete und Einheimische.
- Gegründet von Heike Wach, inspiriert durch ihre eigenen Erfahrungen im Ausland (u.a. Benin, Indonesien, England).
- Ziel: Begegnung auf Augenhöhe, Stärkung von Ressourcen, gemeinsame Nachmittage bei Tee oder Kaffee.
📖 Vom Café zum Buch: Lebensgeschichten sichtbar machen
- Entstehungsidee 2019: „Ich möchte meine Geschichte erzählen.“
- Geschichten aus über 10 Ländern: u.a. Peru, Sri Lanka, Ukraine, Syrien, Kongo, Türkei.
- Zusammenarbeit mit Cecil Speitel für journalistische und sensible Aufarbeitung.
- Fokus auf Ressourcen und Stärke – nicht nur auf das Trauma.
🛠 Erzählprozesse mit Sorgfalt: Do No Harm
- Interviews wurden einfühlsam und respektvoll geführt.
- Portraits in Ich-Form geschrieben, gemeinsam mit den Frauen bearbeitet.
- Ziel: Wertschätzung, Würdigung, Stärkung des Selbstwerts.
- Einige Frauen trauten sich erst später, ihren Namen und ihr Bild öffentlich zu zeigen.
🌱 Therapeutische Wirkung des Storytellings
- Bezug zu narrativer Therapie und „active listening“.
- Erzählen kann heilend wirken, Zuhören ebenfalls.
- Geschichten als Mittel zur Selbstermächtigung – auch über das Buch hinaus.
📚 Vernissage & Ausblick
- Vernissage am 28. März im Frauenverein Muttenz, im Rahmen des Biblioweekends.
- Lesungen mit den porträtierten Frauen sind in Planung.
- Das Buch soll als Inspiration dienen für neue Erzählcafés und Begegnungsräume.
- Elsbeth kündigt ihre nächste Folge an – eine Reise in die Welt des Storytellings nach El Salvador und Würzburg.
💬 Zitat der Folge
„Ich hatte doch gar nichts zu erzählen…“
– und doch wurde daraus ein Buch voller Mut, Kraft und Hoffnung.
– und doch wurde daraus ein Buch voller Mut, Kraft und Hoffnung.
📌 Veranstaltungstipp
📖 Vernissage „Was ich anderen erzählen möchte“
🗓 28. März, Bibliothek Muttenz
📍 Im Rahmen des Biblioweekend Schweiz
👉 Lesung & Austausch mit Heike Wach, Cecil Speitel und beteiligten Frauen
https://www.progender.ch
🗓 28. März, Bibliothek Muttenz
📍 Im Rahmen des Biblioweekend Schweiz
👉 Lesung & Austausch mit Heike Wach, Cecil Speitel und beteiligten Frauen
https://www.progender.ch
📗 Buchinfo
Titel: Was ich anderen erzählen möchte. Vom Weggehen und Ankommen
Autorinnen: Heike Wach & Cecil Speitel
Verlag / Erscheinung: 2025
Inhalt: 15 Portraits von Frauen mit Migrationshintergrund in der Schweiz
Besonderheit: Mit Beiträgen u.a. von Marianne Herzog
Autorinnen: Heike Wach & Cecil Speitel
Verlag / Erscheinung: 2025
Inhalt: 15 Portraits von Frauen mit Migrationshintergrund in der Schweiz
Besonderheit: Mit Beiträgen u.a. von Marianne Herzog
🔗 Weiterführende Themen
- Café International Muttenz
- Storytelling in der Entwicklungszusammenarbeit
- Narrative Exposure Therapy
- Frauenverein Muttenz & Biblioweekend
- Ressourcenorientierte Flüchtlingsarbeit
❤️ Danke fürs Zuhören
„Traces of Light“ sucht nach Mutmachgeschichten in schwierigen Zeiten.
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Transkript
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